Wednesday, February 25, 2009

Sonnige Tage.....

....und wir muessen das Haus "reisefest" machen, bevor wir fuer ein paar Wochen den sueden Alaskas verlassen, um in die hohe Tundra zu fliegen. Inupiat Eskimos leben dort und wir werden in 3 verschiedenen Ortschaften/Doerfern arbeiten. Es hat nur schlappe -16C in Barrow.

Die letzten Wochen war es kalt und sonnig und heute ist uns mal wieder der Durchlauferhitzer eingefroren. Doug hat es schnell (und preiswert!) repariert, geschweisst. Ohne den Durchlauferhitzer haben wir kein warmes Wasser im Haus, d.h. keine Dusche, keine Waermeflasche, oh ja-die brauchen wir-. Morgen werde ich nach Juneau fliegen und ein paar Tage mit Cindy, John, Scott, Sara (keine Sorge, nicht Sarah Palin!) und George verbringen. Restaurants, Maedls-Ratsch, TV und das "Gross-Stadt-Leben" geniessen, bevor es nach Barrow geht.

Gestern haben wir unsere Gas-Flaschen aufgefuellt, um sicher zu gehen, dass die Heizung weiter laeuft, waehrend wir weg sind.
Alle leeren Flaschen/tanks auf den Steg raus, in das Boot/Skiff geladen mit dem Kran und ab die Post, in die Stadt.
Wir muessen die Gezeiten abwarten um am Steg auf- und abzuladen, denn wir brauchen eine hohe Flut, um das Skiff am Steg zu landen. Unsere Gezeiten haben bis zu 7 Meter Unterschied.

Die Rehe geniessen die Sonne mit uns, wir halten Ausschau nach unserem 'runt' - Rehkitz.Wir hoffen, dass der Fruehling uns erwartet, wenn wir zurueckkommen. Die Weisskopfseeadler warten auch auf warmes Wetter. Um an Suesswasser zukommen, landen sie in unserem Bach auf den Eisschollen, waschen sich und trinken.

Saturday, February 14, 2009

Impressionen einer Spaziergaengerin

Fast Ferry - Connection to the outer world
Wer beobachtet wen?
Tidal Zone
Wolves chasing wolves?
Ice Skating

House with a view
Ice bergs and tug boats

Spring is in the air

Wednesday, February 11, 2009

Von Maeusen und Woelfen

Montag morgen, 8.30h, strahlender Sonnenschein. Doug steht am Fenster im Schlafzimmer und ruft: Wolves! Ich katapultiere aus dem Bett und sehe nur etwas verschwommenes am Waldrand beim Bach. Wo ist meine Brille? Doug rennt runter (Schlafzimmer ist im 1.Stock) und bringt Brille, Fernglaeser und Kamera. Wow! What a sighting! 2 Woelfe!
Der Alpha-Wolf frisst, wir raten, dass die Beute ein Reh ist und kein Riesenkaninchen. Der Beta-Wolf, deutlich kleiner als Alpha, wartet. Laeuft hin- und her, bis er an der Reihe ist, fuer's grosse Fressen.
Blut ueberall. Am Bachbett muessen die Woelfe das Reh erlegt haben, als es im schweren und nassen Schnee versucht hat die Boeschung rauf zulaufen. Unser Bach muendet im Meer und die Gezeiten, Ebbe und Flut, brechen das gefrorene Eis immer wieder auf, aber es macht es auch sehr schwer fuer die Rehe im zerstueckelten Eis, sich schnell fortzubewegen. Und jagenden Woelfen zu entkommen ist fast unmoeglich in diesen tueckischen Gegebenheiten. Dann haben die Woelfe die Beute zum Waldrand gezerrt, zu einem geschuetzteren Platz.

Alpha reisst immer wieder ein paar Stuecke von seiner Beute und verschwindet im Wald, kommt nach kurzer Zeit zurueck und frisst weiter. Beta vertreibt sich die Zeit mit "Jagd" auf die Raben, die auch Teil ein Stueck von der Beute haben wollen.

Alpha verschwindet endgueltig und Beta tut sich nun guetlich an den Resten. Am Schluss ist nur noch die Huelle, das Fell, uebrig. Unglaublich!

Wir sehen die letzten Jahre immer wieder Wolfsspuren, einer kleiner und einer groesser. Diese Tiere in voller Lebensgroesse zu erleben, ist einmalig. Die beiden muessen ein eigenes Rudel bilden, aber wir wissen nicht ob es sich um male/female handelt. Alpha ist ein riesiges Tier, erst im Vergleich zu Beta wird einem das bewusst. Hier mein Handabdruck im Schnee, etwas modifiziert, um es sichtbar zu machen. Unsere Woelfe in Southeast Alaska ernaehren sich auch an Lachsen. Leider werden Woelfe in Alaska immer noch geschossen und getrappt.


Alles wird verwertet in der Natur, die Adler und Raben halten Hof, bis nur ein bisschen Fell von dem gluecklosen Opfer uebrig ist. Bevor die Flut viele Spuren verschinden laesst, erkunden wir den Tatort.
Diese wunderschoenen, wilden Tiere zu beobachten, in ihrer natuerlichen Umgebung, wird fuer mich unvergesslich bleiben.

Und nun zu meinen kleinen Freunden. Eine Maus, eine ziemlich freche und abenteuerlustige, (und ein bisschen lebensmuede dazu) hat sich doch wieder eingeschlichen in die pantry, Vorratsraum. Mein Mitgefuehl fuer diesen kleinen Erdenbewohner haelt sich in Grenzen. Maeusedreck ueberall. Igitt. Fallen sind aufgestellt und mit peanut butter bestueckt, von Doug, nicht von mir. Das gehoert zu seinen Aufgaben! Nun heisst es - abwarten.
Abends kehrt wieder Frieden ein, wir sitzen auf dem Steg und geniessen den Sonnenuntergang mit heissem Kakao und Pfefferminzschnapps. Was fuer ein Tag!

Monday, February 2, 2009

Zihuatanejo

Juhuu! Endlich in die Waerme und Austrocknen! Unsere erste Woche in Mexico haben wir in Zihuatanejo verbracht. Einem kleinem Fischerstaedchen noerdlich von Acapulco, am Pazifischen Ozean. Zihua bietet gute Restaurants und schoene Straende, aber da es in einer Bucht gelegen ist, sind die Abwassermessungen immer sehr hoch. Wir sind in Bungalow Sotelo eingemietet und haben das Zimmer direkt am Strand. Unsere kleine Bucht, Plaja de Madera, ist ruhig und ich gehe jeden Morgen schwimmen, bevor wir auf unserer Terasse fruehstuecken. Wir geniessen die Sonne und Waerme.
Wir entdecken den Fischmarkt und kaufen Marlin und Sailfisch fuer einen Spottpreis. Frischen Fisch fischt Fischers Fritz, oder so aehnlich.
Die Mexikaner sind sehr freundlich und der Service ist ueberall gut. Natuerlich mussten wir immer wieder die Margaritas testen!
Ich habe schon Probleme mit den Hundebesitzern/Haltung in Alaska, aber in Barra de Potosi war ich krank vor Mitleid. Bin drei tagelang nicht an den Strand gegangen, weil ich das "arme haessliche Huendchen" nicht mehr sehen konnte. Habe versucht Kontakt mit einer Tierschutzorganisation zu bekommen, aber das Huendchen ist nicht mehr aufgetaucht. Ich hoffe einfach, dass es gestorben ist! Ist das nicht schrecklich, dass man sich sowas wuenscht!? Einheimische haben mir dann auch erzaehlt, dass es sehr schwierig ist diesen Hunden zu helfen, da ploetzlich Besitzer auftauchen koennen, die Schadensersatzforderungen stellen. Apropo Schadenersatz! Doug ist in ein Loch gefallen im Trottoir in Zihuatanejo und hatte ein Riesenglueck, dass nichts gebrochen ist. Er roch nur ein wenig streng, nach Abwasser. Und ehrlich gesagt, haben wir nicht versucht mehr ueber den Geruch rauszufinden, es stank zum Himmel! Die gerufene Polizei meinte, wie sollten uns einen Anwalt nehmen und die Stadt verklagen. Wir haben nur den Kopf geschuettelt und das Loch war in der naechsten Woche immer noch offen. Doug hatte ein Riesenglueck!
Die Vereidigung von Barrack Obama war ein bewegender Moment und wir haben es in einem kleinen Cafe verfolgt.
In der zweiten Woche besuchen wir Casa Frida, in Barra de Potosi, 30 km suedlich von Zihua, wo wir ueber das Leben von Frida Kahlo noch mehr lernen, Schildkroeten retten, noch mehr faulenzen und noch verruecktere Leute kennenlernen.
Ome (ausgesprochen Omi) und Dick leben in der Naehe von San Francisco und es war sofort eine Verbindung zwischen uns. Wir haben viele Stories erzaehlt und gelacht und Annabella hat fuer uns eines ihrer "Frida Kahlo"-Gerichte gekocht.
Das kleine Huendchen Frida, -nach wem die wohl genannt ist?- hat viel erdulden muessen in ihrem Leben, bevor sie von Annabella gerettet wurde.
Frida war eingeklemmt zwischen zwei Waenden fuer mind. fuenf Tage, bis Annabella und Jorge sie gerettet haben. Annabella hat sie in ein Taxi gesetzt und zum Tierarzt fahren lassen und dort wurde Sie operiert und fuer 6 Monate aufgepeppelt, das alles hat 7000 Pesos gekostet, 600 US Dollar, ein Vermoegen fuer dortige Verhaeltnisse.

Eines der Hoehepunkte unserer Reise war der Kajak Trip in die Mangroven, in Barra de Potosi. Die Vielfalt der verschiedenen "herons" war beeindruckend. In Alaska haben wir "nur" den Great Blue Heron, aber in den Mangroven haben wir auch die kleineren Verwandten gesehen, Snow Heron, etc. und sogar einen Kingfisher. Bevor es langweilig wurde, haben wir eine sea turtle gerettet.
Ich nehme an, dass sie alt war und wahrscheinlich hat sie versucht in der Lagoon zu sterben. Aber : no way bouday! Als gute American Tourists (OK, auch deutsche Touristen tun sowas!) wollten wir das nicht akzeptieren und haben sie aufs Kajak gehievt und in das offene Meer gebracht.
Annabella, Maria und Jorge kochen ein Mittagessen fuer die Gaeste und Nachbarn, im typisch mexikanischen Ofen und mit Musik.
Gab's diese Hosen im Angbot irgendwo?
Wir verlassen Casa Frida mit ein bisschen Wehmut, freuen uns aber wieder auf daheim. Und hier noch ein Staendchen zum Abschied.

Sunday, January 11, 2009

Unser kleiner Winterbaer

Es ist Mitte Januar und wir machen das Haus "mexicofest", (ja, wir gehen Sonne tanken) da besucht uns doch ein kleiner Schwarzbaer. Doug war im Bootshaus gestern nachmittag, er hoerte jemanden kommen und dachte ich bringe ihm eine Tasse Tee. Als er aufschaut von seinen Schrauben und Rohren, da sieht er den "Kleinen" unter dem Ruderboot auf ihn zugehen. Da stutzt der Baer und Doug und rate wer weg rennt. Genau, der kleine Schwarzbaer. Doug holt mich und die Kamera und wir folgen den kleinen Tatzenspuren im Schnee. Nach ein paar Metern, hinter der Holzlege, hoere ich ein Geraeusch im Baum, und da ist er. Hoch oben in einem Baum und er klettert immer hoeher, moeglichst weit weg von uns Menschen. Es ist schon daemmerig und wir machen noch schnell ein paar Fotos bevor wir uns zurueckziehen.

Ich versuche mir einzureden, dass der Kleine die restlichen Wintermonate ohne seine Mutter ueberstehen wird. Sie war weit und breit nicht zu sehen und das laesst bei einer Baerenmutter nur einen Schluss zu, sie ist tot. Vielleicht haben die Woelfe ihre Hoehle ausgegraben oder sie sind aufgewacht und die Mutter ist den Woelfen zum Opfer gefallen. Vielleicht war es auch eine Falle. Es gibt Fallensteller hier und es ist legal. Zum Kotzen! Es ist ein Yearling, geboren vor einem Jahr im Winter. Normalerweise bleiben die Jungen 2 Jahre mit der Mutter, bis sie alles zum Ueberleben gelernt haben.


Am naechsten Tag folgen wir seinen kleinen Abdruecken, finden die Baeume auf denen er raufgekrabbelt ist und reden uns ein, dass es ihm schon gutgehen wird.

Mittags haben wir Freunde zum Essen eingeladen und Rick entdeckt den Baeren auf dem Baum direkt am Haus (gleich beim Vogelhaeuschen!). Er sitzt jetzt dort schon ein paar Stunden und beobachtet uns, waehrend wir in ab und zu auch beobachten. Wir sind ratlos was wir machen sollen. Fuettern duerfen wir ihn nicht, er gewoehnt sich an Menschen und das ueberlebt er nicht, denn er wird zur Gefahr, weil er immer Futter von uns Menschen haben will und das kostet ihn sein Leben. Es ist wunderschoen diese Tiere in ihrer natuerlichen Umgebung zu sehen, aber es bricht mir auch das Herz.

Dritter Tag und der Baer war nicht untaetig. Er ist am Vogelhaeuschen hochgekraxelt, und hat das Vogelfutter geraeubert. Dabei sind ein paar kleine Schaeden entstanden, nichts was unser Baumeister, Meister Doug, nicht wieder richten kann. Dann ging es weiter in unseren Komposthaufen und da hatte der Schlingel dann so richtig Spass. Einen richtigen Dreck hat er gemacht, aber wer kann es ihm verdenken, der Hunger treibt ihn. Auf jeden Fall wissen wir, dass er Kartoffeln nicht mag.
Wir fliegen morgen nach Zihuatanejo in Mexiko, suedlich vom Golf von Cortez, um uns fuer ein paar Wochen aufzuwaermen. Wir werden sehen, ob unser Besucher danach noch hier ist.
Asta la Taco und Margaritas!

de staade Zeit!

Ist er nicht schoen, unser Christbaum?

Die Abendsonne spiegelt sich in den Fenstern


Beim Langlaufen hinter dem Haus, holen wir uns den richtigen Appetit




Ratet mal, wer die Waffeln gebacken hat


Das Waffeleisen ist von 1930 und wir haben es uns zum Weihnachtsgeschenk gemacht. Wunderbar duenne und knusprige Waffeln backt es.

Und hier ist er in voller Pracht!

Wednesday, December 10, 2008

Altweibersommer!

Auch Devils Thumb, im Hintergrund, beehrt uns mal wieder. Leider nicht oft genug diesen Sommer.

Schoene Herbsttage und der Nikolaus hat mir eine kleinere Version der Stihl Motorsaege gebracht!
Kein Muehsames starten mehr mit Muskelkraft, nur ein paar kleine "pulls" und schon schnurt sie!